Museum der Impressionismen – Giverny – Giverny

Degas, ein impressionistischer Maler ? – 27. März – 19. Juli 2015

Edgar Degas war einer der führenden Künstler des Impressionismus, jedoch unterhielt er mit seinen Kollegen dieser Kunstbewegung eher komplexe Verbindungen, wie auch mit der Landschaftsmalerei, obwohl diese für den Impressionismus geradezu typisch ist. Die Ausstellung, für die etwa 80 Werke ausgewählt und zusammengestellt wurden, beschäftigt sich mit der Rolle, die Degas innerhalb dieser Künstlergruppe innehatte, wie auch mit der radikalen Modernität, die in den letzten Jahren seines Schaffens von seinem Werk ausging. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Musée d’Orsay realisiert.

Fotografien von den Gärten Monets. Fünf zeitgenössische Blicke – 31. Juli – 1. November 2015

Die Gärten von Claude Monet, die sein einstiges Wohnhaus in Giverny umgeben, sind wohl die meist fotografierten der Welt. Diese Ausstellung vereint etwa hundert kleine, mittlere und sehr große Bilder, die einen Blick auf diesen mythischen Ort bieten, der hier von fünf zeitgenössischen und international bekannten Fotografen interpretiert wurde: Darren Almond, Elger Esser, Henri Foucault, Bernard Plossu und Stephen Shore.

Bernard Plossu, ein intimer Garten
„Es ist Winter. Keine Menschenseele. Keine Blumen. Genau das, wovon ich geträumt habe: das Gerippe des Gartens entdecken, ohne seine Pracht!“ Fotograf der Intervalle, zwischen zwei Landschaften, hat Bernard Plossu im Laufe des Winters 2010, auf die Initiative des Fonds régional d’art contemporain (FRAC) hin, seine erste Fotoserie des Wohnhauses und der Gärten Monets realisiert. Er kam im Frühjahr 2011 wieder, diesmal eingeladen vom Museum der Impressionismen Giverny, welches im darauffolgenden Jahr seine Fotos ausstellte. Von seinem Blick und seiner Sensibilität geleitet, arbeitet Plossu mit Momentaufnahmen: eine einsame Blume, ein Laubblatt, eine verborgene Allee, ein Schimmer. Mit dem Verfahren der Fresson-Kohle wirft der Fotograf einen neuen Blick auf die malerische Ästhetik des beginnenden 20. Jahrhunderts und gibt die Anwesenheit/Abwesenheit des Malers in seinem geliebten Garten wieder, der auf der Leinwand mit unzähligen Pinselstrichen das Licht und das Wogen seines Meisterwerks, den Seerosenteich festhielt.

Darren Almond, Bilder von der Nacht gefärbt
2011 und 2012 hat der englische Fotograf Darren Almond die Gärten Monets bei Vollmond (Fullmoon Impressions) und bei der Morgendämmerung (Civil Dawn) fotografiert, dieser magische Moment, der dem Erscheinen der Sonne am Horizont vorauseilt. Mit einer virtuosen poetischen Aura versehen, sind diese Bilder ein Experiment der Zeit und der Erinnerung. Weltenbummler, Erforscher, Landschaftsmaler, Fotograf und Videofilmer Darren Almond setzt seine Wallfahrt in der Welt der Künstler fort (von Joseph Mallord William Turner zu John Constable, von Caspar David Friedrich zu Paul Cézanne), die ihn auf dem Umweg zu einer monografischen Ausstellung in der Normandie zu Claude Monet gebracht haben. Mit Gemessenheit „bekommt hier die Landschaft mehr Zeit, um sich zu äußern“ und er hat die seltsamen und delikaten Farben der Blumen bei Morgengrauen eingefangen.

Henri Foucault, das Licht interpretieren
Auf die Einladung des Museum der Impressionismen im Jahre 2011 hin hat sich der Fotograf, Videofilmer und Bildhauer Henri Foucault der langen dokumentarischen Arbeit hingegeben, eine Interpretierung und ein Wachrufen des Wassergartens von Monet. Henri Foucault hat bei den Gärtnern des Anwesens Pflanzen und Blätter gesammelt, von denen er eine Reihe von Fotogrammen realisiert hat, die er Vibrationen nannte.
Diese Ansichten von Licht und Schatten, deren Verfahren auf die Kinderstube der Fotografie zurückgreift, enthüllen, nach Aussagen des Autors, die Reihenfolge der Offenbarung. Dazu hat er sich, auf großen Bögen von Fotopapier, Formen vorgestellt, die von seinen Zeichnungen und Fotogrammen inspiriert sind und die er mit zahllosen Swarovski-Kristallen bedeckt hat. Green Light genannt, ist ein Kunstwerk, das sich aus sechzehn leuchtenden Tafeln zusammensetzt, weder Skulptur noch Fotografie, gleich wie Deep Blue, dessen wogendes Funkeln die Empfindungen einer anderen Zeit, die der Wahrnehmung widerspiegelt.

Das Umfeld Monets – 27. März – 1.November 2015

Neben den Wanderausstellungen bietet das Museum einen Blick auf den Einfluss, den die Kunst Claude Monets auf seine Zeitgenossen und die nachfolgenden Generationen hatte.

Musée A.G Poulain – Vernon

Rosa Bonheur – 25. April – 20. September 2015

Das Museum von Vernon bewahrt eine außergewöhnliche Sammlung von Werken von Künstlern, die sich zwischen dem 19. und dem 21. Jh. der Tierkunst gewidmet haben und damit zu den Besonderheiten der öffentlichen Ausstellungen in Frankreich zählen. Unter den Werken befinden sich einige große Namen dieser Kunstrichtung, u.a. Rosa Bonheur, Rembrandt Bugatti, Carlo Righetti und François Pompon. Das Werk von Rosa Bonheur wurde bisher noch nie in einer monografischen Ausstellung in Vernon gezeigt und es schien unumgänglich, die Arbeit dieser großen Persönlichkeit der Tierkunst dem breiten Publikum und den Bewunderern dieser Kunst zugänglich zu machen.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in das Schaffen der Künstlerin anhand diverser Werke: Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen. Rosa Bonheur wuchs in einer Künstlerfamilie auf und machte sich früh durch ihr außergewöhnliches Talent in verschiedenen Kunstbereichen bemerkbar, blieb aber der Tierdarstellung eng verbunden.
Die Ausstellung bietet den Besuchern die Möglichkeit das Leben und Schaffen dieser großen Künstlerin der Tierkunst im Frankreich des 19. Jh. zu entdecken. Sie wurde von ihrem Vater, dem Maler Raimond Bonheur unterrichtet, in einer Zeit, in der den Frauen der Zugang zur Kunstakademie noch untersagt blieb. Sie war die erste Frau und Künstlerin, die mit dem Orden der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet wurde. Sie führte ein freies Leben und hatte noch zu Lebzeiten einen sehr großen Erfolg mit ihren Werken der ihr erlaubte von ihrer Kunst zu leben.
Die Ausstellung erlaubt eine progressive Entdeckung verschiedener Aspekte ihres Schaffens und vor allem ihrer Studien, die einen Einblick in ihr großes technisches Können und ihren scharfen Beobachtungssinn geben. Das Musée des Beaux-Arts von Rouen, das Palais des Beaux-Arts von Lille, das Musée national du Château de Fontainbleau, das Musée de Vire, d’Evreux, de Corubevoie de Langres und Roubaix, sowie private Sammler haben durch ihre wertvollen Leihgaben den Parcours dieser Ausstellung ermöglicht und erheblich angereichert.
Die Ausstellung ist vom 25. April bis zum 20. September 2015 geöffnet und das Museum empfängt in dieser Zeit viele Besucher aus den USA und Großbritannien, ein Land in dem die Künstlerin sehr bekannt ist und ihre Arbeit in öffentlichen Ausstellungen gezeigt wird, vor allen ihre wichtigsten Werke wie zum Beispiel Der Pferdemarkt , das im Metropolitain Museum von New York aufbewahrt wird.